Ostsee Brutstätte für Krankheiten?

Ostsee Erwärmung

Neuste Untersuchungen zeigen, dass die globale Erwärmung nun auch dazu führt, dass sich gefährliche Bakterien in den wärmer werdenden Meeren ausbreiten. Zwischen 1982 und 2007 stieg die Temperatur in der Ostsee um 1,35 Grad. Im Vergleich erwärmt sich die Ostsee etwa siebenmal so schnell wie andere Meere. Dieser massive Temperaturanstieg hat zur Folge, dass sich Bakterien, welche Durchfall, Wundinfektion, Bauchschmerzen, Blutvergiftung und Cholera verursachen, in der Ostsee zunehmend ausbreiten.

Im Sommer 1994, 2003 und 2006 steckten sich beim Wassersport oder Baden 67 Menschen mit Vibrio-Erregern an. Auf dem Vormarsch sind besonders die Erreger Vibrio vulnificus und der eng verwandte Cholera-Erreger, Vibrio cholerae. Bei einer Zunahme der Wassertemperatur verdoppelt sich jeweils die Anzahl der Krankheitsfälle.

Besonders betroffen von dem steigenden Infektionsrisiko sind die dicht besiedelten Küsten der mittleren und südlichen Ostsee. Mit weiterer Zunahme der Temperatur ist aber auch der Norden ein Risikogebiet. Städte wie Stockholm und St. Petersburg droht zunehmend Gefahr.

Mehr als 30 Millionen Menschen wohnen weniger als 50 Kilometer von der Ostseeküste entfernt und sind so einer immensen Gefahr ausgesetzt. Auch werden große Teile des küstennahen Bereichs landwirtschaftlich genutzt.

Bis 2050 wird die Anzahl der Vibrio-Infektion deutlich zunehmen, dies schrieb Baker-Austin vom Fachmagazin „Nature Climate Change“.

Dienstag, 17 Juli 2012 20:23
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