EEG & Strom (Planlos in die Zukunft)

Folgen neoliberaler Strompolitik (EEG & Strom)

EEG & Strom

EEG & Strom: Am 28.08.2012 trafen sich in Berlin die Vertreter der Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden und der Regierung im Kanzleramt um den Fahrplan für den Aus- bzw. Rückbau der erneuerbaren Energien zu erörtern. Der Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) warnte vor der Presse, vor einem zu „schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien“. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) sprachen sich des weitern für die Entlastung von energieintensiven Unternehmen aus. Philipp Rösler betonte fast wortwörtlich nochmals seine Äußerungen vom Anfang des Monats „Es geht um Jobs“.

Umweltverbände, Gewerkschaften und die Opposition kritisieren die Vorgehensweise der Regierung in Bezug auf die Entlastung von energieintensiven Unternehmen und den Abbau von Arbeitsplätzen im Bereich erneuerbare Energie. Erst am Montag äußerte sich der Vattenfall-Europa-Chef Tuomo Hatakka gegenüber der Süddeutschen Zeitung „Ein Großteil dieser Kosten wird qua Gesetz auf die Stromrechnung umgelegt werden“. Hierbei geht er von einer Verteuerung von knapp 30 Prozent bis zum Jahr 2020 aus. Auch der Vorstandsvorsitzende des RWE-Energiekonzerns rechnet mit drastischen Preiserhöhungen und prognostiziert Versorgungsengpässe im süddeutschen Raum.

EEG & Strom Bundeswirtschaftsministerium (EEG & Strom)

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) scheint nach wie vor keinen Plan zu haben, um die deutsche Wirtschaft nachhaltig von teuren Rohstoffimporten unabhängig zu machen. Die Entlastung der energieintensiven Unternehmen sieht er probates Mittel, um diesen Industriebereich langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Sicher verkennt er Tatsache, dass die Verteuerung der Energiepreise langfristig zu höheren Lohnforderungen und zu einer steigenden Inflation führen wird. Ganz abgesehen davon, dass der Abbau von Arbeitsplätzen im Bereich erneuerbarer Energien mittelfristig zu einer höheren Soziallast führt. Diese Kurzsichtigkeit teilt er sich meines Dafürhaltens mit dem EU-Kommissar für Energie Öttinger! Gegenüber eigenen Versäumnissen in seinen Ministerium scheint Herr Rösler immun zu sein, wurde sein Ministerium doch schon vor einem Jahr auf die bestehenden Probleme von seitens der Netzbetreiber hingewiesen. Die teueren Fehler und Versäumnisse hätten in der freien Wirtschaft mit Sicherheit eine sofortige Entlassung zu Folge gehabt. Ob eine neoliberale Politik im Stromsektor langfristig Arbeitsplätze sichert, scheint mehr als fraglich. Die chaotischen Zustände beim Netzausbau, aufstellen von Windparks sowie fehlende Regulierung des Zubaus von Solaranlagen sind letzten Endes, auf fehlende Planung und entsprechend durchdachte gesetzliche Regelungen zurückzuführen. Dem Verbraucher und der deutschen Wettbewerbsfähigkeit hat er damit definitiv keinen Gefallen getan.

EEG & Strom Bundesumweltministerium (EEG & Strom)

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nickt alle Äußerungen seitens des Wirtschaftsministeriums brav ab. Eine Einarbeitungsphase von ca. 100 Tagen scheint recht knapp bemessen, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und eigene sinnvolle Konzepte vorzustellen. Leider kosten diese Fehler Dutzende Arbeitsplätze und bringen den Technologie-Standort nicht voran.

Sicher könnte man denken, der Strompreis würde in den nächsten sieben Jahren nur um 30 Prozent steigen, aber dies ist sicher unrealistisch. Die steigende Inflation führt auch zu höheren Investitionskosten auch dürften die Rohstoffpreise in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Des Weiteren kommen höhere Lohnkosten hinzu, dass alles könnte, Strom tatsächlich bald zum Luxusgut machen. Da das Steueraufkommen seitens des Staates aber vom weiteren Strompreisanstieg profitiert, lassen sich dann die energieintensiven Unternehmen noch weiter entlasten.

Nach unseren Berechnungen sollten sich die zusätzlichen Steuereinnahmen auf rund 40 Mrd. Euro bis zum Jahr 2020 beziffern. Schön wäre es, wenn wenigstens ein Teil des Geldes in Forschung gehen würde (deren Etat seit Jahren rückläufig ist), um die Folgen der globalen Erwärmung besser zu extrapolieren und die Kernfusion voranzutreiben.

EEG & Strom

Tendenzen (EEG & Strom) EEG & Strom: Noch viel schöner wäre es, wenn der Strompreis durch den Einsatz erneuerbarer Energie sinken würde, denn regenerative Energie kostet nur ein Bruchteil dessen, was wir uns mit dem Einsatz fossiler Brennstoffe teuer erkaufen.



 

Zusammensetzung Strompreis

14,20% EEG | 0,10% KWK | 8,20% Öko-/Stromsteuer | 7,20% Konzessionsabgabe | 19% MwSt | 20,10% Netznutzung | 34,10% Stromerzeugung Strompreis Zusammensetzung 30.08.2012

Donnerstag, 30 August 2012 21:03
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