Die halbe Arktis ist schon weg!

Eisschmelze Arktis 2012

Satellitenmessungen belegen, dass sich die Eisfläche der Arktis in diesem Sommer besonders stark verkleinert hat. Schon im August berichten die Medien über diesen dramatischen Rückgang der Eisfläche. Im September hat sich die Situation nochmals verschärft. Die derzeitige Ausdehnung der Eisfläche reduzierte sich auf 3,4 Millionen Quadratkilometer. In letzten 40 Jahren hat sich die Eisfläche der Arktis somit faktisch halbiert.

Aber nicht nur die Eisfläche als solches ist kontinuierlich zurückgegangen, sonder auch die Eisdicke. Wie führende Forschungsinstitute berichten, ist ein Kollaps der Arktis in absehbarer Zeit zu erwarten. Grund hierfür ist, dass im Sommer mehr Eis schmilzt als im Winter neu gebildet wird. Die schlechtesten Prognosen sehen schon in lediglich vier Jahren eine komplett eisfreie Arktis voraus.

 

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Eisschmelze Arktis | Halbe Arktis weg 2012

Für diesen massiven Rückgang des Eises scheint es nur eine Erklärung zu geben nämlich die permanente Zunahme der Treibhausgase in unserer Atmosphäre. Dirk Notz vom Max-Plank-Institut für Metrologie sagte: „Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Klimazustand.“ Viele Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass die Eisschmelze in der Arktis nachhaltige negative Folgen im globalen Klimasystem nach sich ziehen könnte.

Da ein Großteil des einfallenden Lichtes nicht mehr reflektiert wird, kann man davon ausgehen, dass sich die Wassertemperatur in der Arktis rapide erhöhen wird. Dies hätte zur Folge, dass sich auch die angrenzenden Regionen erwärmen würden. Besonders ungünstig wäre dies zum Beispiel für Grönland, wo jetzt schon ein massiver Rückgang der Gletscher zu verzeichnen ist. Der vermehrte Eintrag von Süßwasser in die Arktis könnte ebenfalls eine Auswirkung auf den Golfstrom haben.

Ebenfalls könnten weite Bereiche des sibirischen Permafrostbodens auftauen und das darin gespeicherte Methan könnte freigesetzt werden. Natürlich besteht auch die Gefahr das Methanhydrat, welches sich am Meeresboden befindet, durch die Temperaturerhöhung des Meeres freigesetzt wird. Neben dem steigenden Meeresspiegel wären auch verheerende Unwetter mit größerer Häufigkeit zu erwarten, da diese ihre Energie größtenteils aus dem Meer beziehen. Die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sind mit Sicherheit desaströs. Eine Umkehr des Prozesses ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein Jahrhundertprojekt. Die Zeit den angerichteten Schaden in Grenzen zu halten, ist längst vorbei. Und tschüss Erde?

Mittwoch, 19 September 2012 21:22
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