Solarworld AG mit Kurs auf Allzeittief!

Solarworld-Vorstand

Nun scheint mit der Solarworld AG das nächste große Photovoltaikunternehmen tief in eine Krise zu schildern. Die Konkurrenz aus Fern-Ost und die damit verbundenen Dumpingpreise für Solaranlagen führten im zweiten Quartal zu einem stark rückläufigen Geschäftsergebnis bei der Solarworld AG. Auch die deutsche Politik trägt zum allmählichen Aussterben der deutschen Solarbrache bei. Die Änderungen bei der Solarförderung führten zu einer Verunsicherung der Anlagenbetreiber und jenen, die sich für eine Photovoltaikanlage entscheiden wollten.


Der Gesetzentwurf zur Ökosteuer könnte letztlich der Sargnagel für die deutsche Photovoltaikindustrie gewesen sein. Die Entlastung von energieintensiven Unternehmen führt zu einem Steuerverlust von 2,3 Milliarden Euro, dieses Geld wäre sicher sinnvoller in nachhaltige Projekte und Energien angelegt. Auch hat die Bundesregierung damit den Weg für weiter steigende Strompreise geebnet. Die Zahl der Antragssteller, welche die Entlastungen in Anspruch nehmen möchten, ist deutlich gestiegen.
Die Konkurrenz aus Fern-Ost profitiert von staatlichen Hilfen und kann somit ihre Waren auch in Deutschland zu Dumpingpreisen anbieten.

Solarworld-Engagement

Die Solarworld AG kämpft sowohl in den USA als auch in der EU mit Antidumping-Klagen gegen diese Handelspraktiken. Mit einer Annahme dieser Klage in Brüssel rechnet man bei Solarworld für Mitte September. Wünschenswert aus Sicht des Unternehmens wären Strafzölle auf chinesische Importe. Neben zahlreichen Arbeitsplätzen steht auch der Technologie-Standort Deutschland langfristig auf dem Spiel.
Der Aktienkurs der Solarworld AG brach gestern kurz nach Handelsauftakt um 10,9 Prozent ein. Am heutigen Tage verlor die Aktie weitere 2,4 Prozent und notiert nun bei Handelsschluss bei 1,13 Euro. Es sind noch 0,11 Euro, bis die wichtige Unterstützungslinie von 1,02 fällt.

Solarworld-Logo

Ausgelöst wurde die Abwärtsbewegung der Aktie durch die schlechten Quartalszahlen, welche für das zweite Quartal einen Verlust von 161 Millionen Euro ausweisen. Im zweiten Quartal ging der Umsatz um 43,8 Prozent zurück.
Konzernchef Frank Asbeck schrieb in einen Brief an die Aktionäre „Wir durchleben stürmische Zeiten“. Weiter bekräftigte er, dass er seinen Teil an der Gesundung des Unternehmens leisten werde und solange auf Gehalt und Dividende verzichten werde, „bis der Konzern wieder Gewinne schreibt.“ Wir wünschen Solarworld und seinen Mitarbeitern alles Gute!

Dienstag, 14 August 2012 20:40
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