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Die Insolvenz des einstigen Börsenprimus Solarworld hängt nun von der EU-Politik!

Solarworld Insolvenz?Die deutsche Solarindustrie leidet schon länger unter den Folgen einer unqualifizierten Europapolitik. Auch die deutsche Regierung hat nichts dafür getan, die Solarhersteller in Deutschland zu unterstützen. Daraus resultieren Hunderte von Arbeitslosen und etliche Werksschließungen im Solarbereich. Nun könnte dieses Schicksal dem einstigen Börsenprimus Solarworld AG ereilen. Noch ist unklar wie stark das Unternehmen in Gefahr ist doch schon scheint absehbar, dass die Firma Solarworld AG weitere Mitarbeiter entlassen wird. Wie heute bekannt gegeben wurde, geht das Unternehmen davon aus, dass „gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft, insbesondere den ausgegebenen Anleihen und Schuldscheindarlehen notwendig sind“.

Solarmodul Solarworld AGFür die Gläubiger der Solarworld AG könnten damit massive finanzielle Verluste verbunden sein. Allein am heutigen Tage verlor die Aktie der Solarworld AG rund 31 Prozent und lag bei Handelsschluss nur noch bei 1,11 Euro. Auch die Anleihen verloren nach den ersten Verlautbarungen von Frank Asbeck knapp 40 Prozent ihres Wertes, obwohl sie sich in den zurückliegenden Wochen leicht erholt hatten. Nun hängt es von dem Geschick des Bonner Solarherstellers ab, inwieweit er sich mit den Geldgebern auf eine Weiterfinanzierung einigen kann. Sollten die Finanzierungspläne scheitern, könnte dies weitere Einschnitte zur Folge haben.

Solarmodul Herstellung Momentan belaufen sich die Verbindlichkeiten von Solarworld AG auf 900 Millionen Euro. Gegenüber dem Handelsblatt äußerte sich der Konzernchef Frank Aspekt vorsichtig optimistisch und sagte: „Eine Insolvenz drohe nicht.“ Das Unternehmen verfüge über eine ausreichende Liquidität, diese belaufe sich derzeit auf ca. 230 Million Euro. Weiter betonte Franz Asbeck, dass das Unternehmen im Kern gesund sei und lediglich einige operative Anpassungen vorgenommen werden müssen. Dieses sei dem Unternehmen auch von unabhängigen Gutachtern bescheinigt worden. Die Kostensenkung bleibt weiter Thema des Unternehmens, doch sollen die Stellenstreichungen nicht zu stark ausfallen wie 2011, als 500 Mitarbeiter ihre Jobs verloren.

Die größte Gefahr für den Bonner Solarhersteller ist und bleibt die Konkurrenz aus China, welche mit Dumping-Preisen sowohl den europäischen als auch den amerikanischen Markt stark unter Druck setzt. Die beim Europäischen Gerichtshof anhängigen Klagen, welche dieses Preis-Dumping unterbinden sollten, sind momentan noch nicht rechtskräftig entschieden. Es bleibt zu hoffen, dass die Solarworld AG als einer der letzten Solarmodulhersteller dem Standort Deutschland erhalten bleibt.

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