Südeuropäische Länder: Testfeld der sozialen Verarmung

Spaltung der Eurozone

Nachdem man sich am Wochenende in Bonn darauf geeinigt hat, die spanischen Banken zu unterstützen, rückt nun Italien ins Licht der Spekulanten. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone meldet nun das dritte Mal in Folge ein rückläufiges Bruttoinlandsprodukt. Damit dürfte es der nächste Heilsbringer für all jene sein, die ihr Geld mit Geld verdienen. Für das Jahr 2012 dürfte der prognostizierte Rückgang des Bruttoinlandsproduktes ca. 1,4 % betragen. Als Grund für diesen Rückgang wird die Zurückhaltung der Konsumenten angegeben. Das ist so wahrscheinlich auch kein Wunder, trägt doch die soziale Verunsicherung zunehmend Früchte. Immer mehr Menschen glauben, dass die Zukunft wohl eher düster aussieht. Die zunehmende Zahl der Arbeitslosen dürfte kaum zu einem positiven Konsumklimaindex beitragen. Falls man sich in der Eurozone nicht auf eine Finanztransaktionssteuer einigen kann, werden wir wohl auch in Zukunft keine Ruhe finden und es zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Destabilisierung kommen. Ist Südeuropa das Testfeld, inwieweit man Menschen wieder auf ein Level der feudalistischen Gesellschaftsordnung hinunterdrücken kann? Nun man könnte es fast glauben, werden doch staatliche Sanktionen hauptsächlich auf den Rücken der arbeitenden Bevölkerung ausgetragen. Mafiöse Strukturen in der Oberschicht, Steuerflucht und Geldschieberei hingegen werden als Kavaliersdelikte behandelt. Ist es wirklich sinnvoll permanent irgendwelche Banken zu retten und Sie anschließend wieder in dem gleichen Still weitermachen zu lassen?
Vielleicht wäre es einfach besser, alle Banken zu verstaatlichen. Mit dieser Maßnahme könnte man auch für eine ökologisch nachhaltig wachsende Wirtschaft sorgen. Ein Kapitalismus, der sich gegen weite Teile der Bevölkerung richtet, wird sich eines Tages terminieren.

Samstag, 23 Juni 2012 19:57
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