Verschiebung Ökosystem im Pazifikraum!

Drohende Verschiebung der Ökosysteme bis 2100!

Verschiebung Ökosystem Pazifikraum 2012

Der Klimawandel könnte nun auch dazu führen, dass sich ganze Ökosysteme verschieben. Wissenschaftliche Modelle für den Pazifik Raum zeigen, dass sich einige Lebensräume um mehr als 600 Meilen verlagern könnten. Dies könnte erhebliche Auswirkungen sowohl auf die Meeresbewohner als auch die Menschen der maritimen Regionen haben. Eine Studie, welche im wissenschaftlichen Magazin Nature Climate Change veröffentlicht wurde, machte diese bedrohlichen Voraussagen. Die Forscher kamen zu der Erkenntnis, dass sich einige Lebensräume bezüglich ihrer Lage dramatisch verschieben könnten, während andere hingegen relativ unverändert bleiben können.

Karettschildkröten, einige Haiarten und Blauwale würden nach der Untersuchung besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden, hier könnten Verluste von 35 Prozent bei den einzelnen Populationen eintreten. Einige Seevögel könnten von der Verschiebung der Ökosysteme sogar profitieren. Für die Menschen in dieser Küstenregion könnte es ähnlich, wie für das Tierreich zu dramatischen Folgen kommen. Besonders betroffen wären Industriezweige wie z. B. Ökotourismus, Fischerei und Walbeobachtung. Für bestimmte Fischarten, welche jetzt schon unter der Überfischung und anderen menschlichen Einflüsse leiden, könnte die Verschiebung des Ökosystems ein schwerer Schlag sein. Wissenschaftler untersuchen derzeit, mit welchen Mitteln sich diese Gefahren für die Tierwelt und Menschen minimieren lassen. Hierzu haben sie komplexe mathematische Modelle entwickelt und die Daten der letzten Jahrzehnte untersucht. Ebenfalls unterstützt werden die Messungen durch Satellitenbeobachtungen der Seeoberflächentemperatur und des Chlorophyll-a. Besondere Aufmerksamkeit schenken die Forscher neuen Klimamodellen, der Temperatur des Ozeans und der erwarteten Produktivitätsänderung in bestimmten Meeresgebieten.

Verschiebung Ökosystem Klimawandel2012

Als extrem sensibel wird die North Pacific Transition Zone betrachtet, diese markierten die Schnittstelle zwischen kalten nährstoffreichen Wasser aus dem Norden und wärmeren nährstoffarmen Wasser aus dem Süden. Diese Zone ist besonders wichtig für Meeresräuber, Meeressäugetiere, Thunfische und Seevögel. Die Studie legt nahe, dass sich dieser kritische Bereich um 600 Meilen verlagern könnte, was zu einem zwanzigprozentigen Verlust der Artenvielfalt führen könnte. Dem Bereich vor der kalifornischen Küste droht hingegen weitaus weniger Gefahr, da hier die Mechanismen für die Ernährung der Arten auch bei einer Klimaerwärmung weiterhin funktionieren.

Verschiebung Ökosystem Pazifik 2012

Basierend auf diesen Prognosen lassen sich aber auch Fischschutzfanggebiete und Naturschutz-gebiete ausweiten oder verlegen. Die Forschung war eine Zusammenarbeit mit Salvador Jorgensen von der Stanford Hopkins Marine Station, Ryan Rykaczewski des NOAA Geophysical Fluid Dynamics Laboratory und Steven Bograd der NOAA Southwest Fisheries Science Center.

Sonntag, 30 September 2012 21:38
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