Wald- und Buschbrände verwüsten weite Teile der USA.

Feuer

In 14 Bundesstaaten der USA brennen insgesamt 70 Feuer! Drei Menschen in Kalifornien erlitten teils schwere Verbrennungen. Zahlreiche Menschen musten ihre Häuser verlassen und fürchten nun um ihre Existenz. Immer stärker breiten sich die Wald- und Buschbrände in den am stärksten betroffenen Staaten Utah, Oregon, Kalifornien, Idaho, Nevada und Washington aus.

 

Seit Wochen herrscht in zwei Dritteln der USA eine extreme Hitze. Neben der Landwirtschaft leidet natürlich auch die Flora und Fauna unter den Temperaturen, die Nahe der 40-Grad-Grenze liegen. Durch starke Winde, welche durch nachströmende Luftmassen entstehen, werden die Feuer immer wieder angefacht.

Im Bundesstaat Kalifornien sind derzeit rund 8000 Feuerwehrleute im Einsatz um Schlimmeres zu verhindern und den Schaden zu begrenzen. Nördlich der Stadt San Francisco bei Lake County waren 480 Häuser von den Flammen bedroht. Im Süden Kaliforniens vernichteten die Brände ca. tausend Hektar Land. Rund 400 Menschen aus Ranchita, welches südlich von San Diego liegt, mussten ihre Häuser verlassen. Auch in der Gegend nördlich von San Diego wurden vier Häuser zerstört und drei Menschen erlitten teils schwere Verbrennungen. Auch wurden 1200 Hektar Buschland ein Opfer der Flammen.

Laut Angaben der Feuerwehr können erste Erfolge verzeichnet werden, doch ein großer Teil der Brände sei weiterhin außer Kontrolle. Schwierige Geländebedingungen erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.

Leider können auch die Meteorologen mit keinen guten Nachrichten aufwarten, momentan ist ein Ende der extreme Hitze nicht in Sicht. Laut ihren Angaben bleibt die Wettersituation für die nächste Woche unverändert. Dies ist die schwerste Dürre seit 25 Jahren. In mehr als der Hälfte aller Bundesstaaten der USA wurde Notstand ausgerufen.

Die Periode von Januar bis Juli 2012 war die wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 118 Jahren. Als Gründe für die Hitzeperiode nannten die Meteorologen den La Nina von 2011, Veränderungen bei den Jetstreams und nicht zuletzt die Auswirkungen der globalen Erwärmung.

Die Weltmarktpreise für Getreide sind durch die dürrebedingten Ernteausfälle drastisch gestiegen. Für viele Menschen in Entwicklungsländern wird Nahrung bald zum Luxusgut, was schwere soziale Unruhen zur Folge haben könnte. Hier kann nur noch eine weltweite Solidargemeinschaft und eine auf soziale Verantwortlichkeit ausgerichtete Wirtschaftspolitik helfen.

Donnerstag, 16 August 2012 20:43
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