Wirtschaftsverbände kritisieren die Bundesregierung | Strompreise

Wirtschaftsverbände: keine Erhöhung der Strompreise!

Wirtschaftsverbände, Bundesregierung, Strompreise| top-solar-info

Nun werfen auch führende Wirtschaftsverbände der Bundesregierung ein eklatantes Versagen bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland vor. Der Anstieg der Energiepreise könnte dazu führen, dass in Deutschland Arbeitsplätze abgebaut werden müssen. Viele Firmen, die nicht von der Befreiung der Ökosteuer profitieren, sehen sich aufgrund der gestiegenen Energiepreise einem stetig steigenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Gerade Firmen, die mit einer direkten Konkurrenz aus Amerika zu kämpfen haben, leiden besonders unter der Fehlplanung der schwarz-gelben Regierung. Während in Deutschland die Energiepreise von Jahr zu Jahr steigen, gestaltet sich dieser Trend in Amerika umgekehrt. Auch die Verbraucher werden zunehmend durch die wachsenden Energiekosten belastet.

 

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Die Folge dessen sind, Kaufkraftverlust und eine ungerechtfertigte soziale Härte innerhalb der Gesellschaft. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, verlangt von der Bundesregierung ein rasches Handeln um den Anstieg der Energiepreise zu minimieren. In einer ersten Stellungnahme betont er, dass die Stromsteuer deutlich gesenkt werden müsste. Die Senkung der Stromsteuer könnte aus unserer Sicht am schnellsten dadurch erreicht werden, dass man die Einspeisevergütung für bestehende und sich schon amortisierte Anlagen streicht. Es kann nicht sein, dass es dem Verbraucher und mittelständischen Unternehmen zugemutet wird, Kosten zu erstatten, die schon längst keine mehr sind. Auch den Netzausbau und den Zubau von Kraftwerken zur Grundlastsicherung hat die Bundesregierung insbesondere Bundeswirtschaftsministerium komplett verschlafen. Handwerkspräsident Otto Kentzler sagte: "Die Politik muss bei der Förderung erneuerbarer Energien schnell umsteuern, um wenigstens den weiteren Preisanstieg zu bremsen."

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Welche Mittel und Methoden die Bundesregierung auch anwendet um die steigenden Strompreise zu begrenzen wird über den Wirtschaftsstandort Deutschland entscheiden. Fakt ist, dass nur niedrige Strompreise die Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten. Der Ausbau der Stromnetze sollte diesbezüglich absolute Priorität haben. Der Chef des Sachverständigenrats Franz äußerte gegenüber der dapd: "Für die kommenden Jahre ergeben sich für die Energiepolitik drei Großbaustellen: Netzausbau und -umbau, Zubau bei Kraftwerkskapazitäten und Minimierung der Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien." Diese drei Punkte müssten in einem Gesamtkonzept umgesetzt werden und die Fortschritte und Fördermaßnahmen sollten in einem kompetenten Gremium überwacht werden.

Freitag, 28 Dezember 2012 22:07
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