Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Bedarf für höhere Zinsen!

Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf dem Sparkassentag 2013 Schon seit einigen Tagen befinden sich die europäischen Börsen in einer absoluten Sektlaune. Trotz schlechter Verbraucherzahlen und Konjunkturdaten sowie hoher Arbeitslosigkeit frohlocken die Börsianer über die Aussicht, dass die EZB kommende Woche die Zinsen senken könnte. Begründet wird dieser Verdacht mit der anhaltenden Rezession in der Eurozone. Immer mehr und immer billigeres Geld soll dafür sorgen, dass die Investitionen innerhalb der Eurozone steigen.

Zinspolitik & Sparkassentag 2013Nun hat wohl auch Frau Merkel bemerkt, dass dies nicht der richtige Weg ist. Immer mehr frisches Kapital wandert in Zinswetten, Optionsscheine und andere hochriskante Anlageform. Diese Politik bläht nicht nur den Kapitalmarkt immer weiter auf, sondern fördert die Inflation innerhalb der Eurozone. Es ist schon in absehbarer Zeit mit der nächsten Finanzkrise zu rechnen, sollte die Politik der billigen Zinsen und es munteren Gelddruckens immer so weiterlaufen.

Dem Sparer betrachten die Banker nur noch als lästigen Beifang. Dies ist ein unangenehmer Nebeneffekt dieser Zinspolitik. Höhere Zinsen würden dazu führen, dass es auch für den Sparer wieder attraktiver wäre, sein Geld in sichere Anlagenformen anzulegen. Die viel zu niedrig angelegte Finanztransaktionssteuer, welche ohnehin nicht von allen EU-Mitgliedsstaaten mitgetragen wird, hat so gut wie keinen Effekt auf die Finanzmärkte. Hier ist Schein mehr Sein!

Die Zinspolitik der EZB wurde beim Sparkassentag 2013 in Frage gestellt!Die Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich auf dem deutschen Sparkassentag 2013 in folgender Weise "Sie müsste für Deutschland im Augenblick die Zinsen im Grunde wahrscheinlich etwas erhöhen, aber sie müsste für andere Länder eigentlich noch mehr tun dafür, dass noch mehr Liquidität zur Verfügung gestellt wird und vor allem, dass diese Liquidität für die Unternehmensfinanzierung ankommt." Der Teilsatz, „dass diese Liquidität für die Unternehmensführung ankommt“ ist aus unserer Sicht das Problem Nummer eins in der ganzen Eurozone. Wirft Frau Doktor Merkel an dieser Stelle der EZB eklatantes Versagen vor oder war es nur ein Versprecher.

Bundesminister Philipp Rösler jedenfalls ist der Meinung, die Bundesregierung dürfe sich nicht in die Belange der Währungshüter einmischen. Er betonte: „Es ist klare Aufgabe der EZB, in völliger Unabhängigkeit - und das macht sie auch immer - die Leitzinsen festzulegen."

Fakt bleibt tatsächlich wird die EZB, nächste Woche über die Anhebung oder Senkung des Leitzinses entscheiden. Oder alles bleibt, wie es ist.

Freitag, 26 April 2013 07:48
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